Produktionsprozess von Haushaltsmessern
Im Rahmen der Prozesskette zur Herstellung von Haushaltsmessern bietet die Berger Gruppe Lösungen Automation und Schleifprozessen an.
Flächen- und Fasenschliff an Messer-Rohlingen
Die CNC-gesteuerte Seiten-Flächenschleifmaschine der Baureihe BG/ZA ist für das ökonomische Schleifen von Werkstücken mit einfachen Geometrien konzipiert. Die Schleifmaschine ist mit drei Kontur gebenden Achsen ausgestattet.
In der Schneidwarenindustrie wird die BG/ZA unter anderem zum Schleifen von Döner- oder Langmessern eingesetzt.
- Schleiflänge 300–640 mm
- Aufnahmeflansch für Schleifringe 80–710 mm Ø
- Spindelantrieb 6.5–45 kW• Spindel mit spielfrei vorgespannter Präzisionslagerung, ausgelegt für eine Umfangsgeschwindigkeit von bis zu 50 m/s
Je dicker die Wandstärke und je kleiner der Rohrdurchmesser, umso größer wird der V-Winkel, unter dem die Rundrohrkanten zusammenstoßen. Der zu schweißende Querschnitt, der aneinander stößt, wird immer kleiner und damit der zu verflüssigende Bereich notwendigerweise größer.
Daraus folgert auch, dass die Stauchzone und damit die Stauchkraft, unmittelbar nach dem Schweißen, größer wird. Es ergeben sich immer größer werdende Schweißnahtanhebungen, die an der Ober- und Innenfläche sehr aufwendig abgehobelt werden müssen.
Rückenschliff an Messerklingen
Die Roboter-Schleifstation RSP/2B/1M ist für das Schleifen und Scotchen von Messerrücken sowie zur Vorbereitung von Messerkröpfen konzipiert. Die Bearbeitungsstation ist mit zwei Bandschleifstationen und einem Magazinsystem ausgestattet.
Vorabzug an Messern
Der Vorabzug von Messerklingen mittels Roboter ist ein hochpräziser Prozess in der modernen industriellen Messerfertigung. Roboterzellen übernehmen dabei das Schleifen des Rohlings, um die Geometrie der Schneide vor dem finalen Feinschliff festzulegen.
Die Messerklinge wird vom Roboter geführt und an einer Bandschleifstation geschliffen. Im Anschluss wird das Werkstück in einem Rundtisch- oder Stapelmagazin abgelegt.
Bearbeitung von Griffen
Mit einer speziell konfigurierten Roboterzelle kann ein Planschliff an Messergriffen erzielt werden.
- Beidseitiges Planschleifen von Messergriffen durch zwei gegenüberstehende Bandschleifstationen
- Stationen durch einen speziellen Vorsatz zum beidseitigen Planschliff miteinander verbunden
- Schleifen von Griffen durch profilierte Schleifscheibe
Für das Polieren von Messergriffen kommen einseitige Polierstationen zum Einsatz. Je nach Modell ist eine Ausrüstung mit einer Polierscheibe in Breiten von 100 mm bzw. 300 mm zu empfehlen. Die Zuführung der Polierpaste kann in flüssiger oder fester Form erfolgen.
Polieren von Haushaltsmessern
Für das Vor- und Hochglanzpolieren von Berufsmessern wurde eine Bearbeitungszelle mit vier Bearbeitungsstationen, einem Rundtisch sowie einer Be- und Entladestation zusammengestellt.
Der Rundtisch ist mit vier Rotations-Spannzangen ausgestattet.
Die CNC-gesteuerte Doppelwellenpoliermaschine der Baureihe PS ist mit einer Steuerung ausgerüstet, in der alle Prozessparameter bedienerfreundlich programmiert und werkstückabhängig gespeichert werden. Dank einer geringen Umrüstzeit von wenigen Minuten kann die Maschine auch Kleinserien fertigen.
- Stufenlos drehzahlgeregelte Polierwalzenantriebe
- Polierpastenschusskontrolle
- Automatische Korrektur des Polierwalzenverschleißes
Schärfen mit Roboter-Technologie
Mit diesem universell einsetzbaren Konzept werden Schneiden an Messern und Klingen geschärft und auspoliert. Die hier gezeigte Roboterzelle der Baureihe RSP4B/1K/1M ist ausgestattet mit:
- Konstruktionsoptimierung des Greifers: Robotergreifer zur Aufnahme des Messers im Rücken und am Griff
- Schärfen wahlweise mit Bandschleif- oder Steinschleifstation
- Auspolieren der Schneide mithilfe einer einseitigen Polierstation, z. B. in Verbindung mit einer Lederscheibe
- Vermessen der Werkstücke
- Programmierung der Kontur für die Bearbeitung des Schärfens und Polierens von Messern optimiert
Schärfeprüfung von Messerklingen
Mit einem Folienzugschnitt wird die Schneidfähigkeit der Klinge kontrolliert.
- Zerstörungsfreier Test
- Misst die Zugschneidfähigkeit der Schneide
- Misst die Eigenschaften „Schärfe“ und „Schartigkeit“ des Bestandteils „Schneidkante“ sowie „Schneidfähigkeit“ der „Schneide“
- Identifiziert Schlifffehler und -auffälligkeiten
- Misst Signalverlauf über einen größeren (oder kompletten) Schneiden-Abschnitt (je nach Gerät
variabel)
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