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Entgraten, Schleifen und Polieren mit Robotertechnik

 

 

Schleifen + Polieren, Ausgabe 1/2017

Entgraten, Schleifen und Polieren sind Kernkompetenzen der Berger Gruppe. Das Wuppertaler Unternehmen bietet ca. 250 verschiedene Modelle meist CNC-gesteuerter Maschinen sowie nahezu 600 Roboterintegrationen für die Bearbeitung unterschiedlichster Werkstücke an.

Bei der Herstellung von Schneidwaren, Handwerkzeugen, chirurgischen Instrumenten sowie artverwandten Werkstücken müssen genaueste Werkstücktoleranzen eingehalten werden, um eine gute Qualität garantieren zu können. Messsysteme in Verbindung mit Robotertechnik spielen bei Schleif- und Polierprozessen eine immer größere Rolle.

Es kommen 4- bis 7-achsige Roboter unterschiedlicher Typen und Hersteller zum Einsatz. Zur Programmierung des Roboters stellt Berger für bestimmte Applikationen ein Roboter-Grundprogramm zur Verfügung, das mittels weniger Teachpositionen vom Kunden angepasst werden kann. Die erstellten Programme sind nach dem Speichern wieder verwendbar. Zusätzliche Messstationen vermessen jedes Werkstück automatisch vor der Bearbeitung und kompensieren so größere Werkstücktoleranzen. Die Ergebnisse dieser Messung fließen in das Roboterprogramm ein.

Werkzeuge für die Bearbeitung können Schleifscheiben, Schleifbänder sowie Polierscheiben sein. hierbei wird entweder die Bewegung der Werkzeuge oder di der Werkstücke vom Roboter ausgeführt.

Die Herstellung von Werkstücken mit komplexen Geometrien erfordert den Einsatz durchdachter Entgrattechnik. Bei der Bearbeitung von Aluminium-Gussteilen wie z. B. Zylinderköpfen ist ein präzises und definiertes Entgraten entscheidend. Die entgrateten Kanten sollten 0,3 bis 0,5 mm breit sein, um eine maximale Größe der Dichtfläche sicherzustellen.

Hier kommen Roboterstationen zum Einsatz, die mit rotierend angetriebenen Werkzeugen wie Fräs- und Schleifstifte, Schleiffächerscheiben oder Bürsten ausgerüstet sind. Über integrierten 3-D-Messtaster werden komplette Werkstücke oder einzelne Konturelemente zur Programmierung und Überprüfung der Werkstücklage im Prozess eingemessen.

Sequentiell arbeitende Roboter können zu einer Bearbeitungszelle zusammengestellt werden, so dass das Werkstück vollautomatisch bearbeitet, gewaschen, getrocknet und magaziniert werden kann.